Kleine Veränderungen - Großer Erfolg

Die Macht der kleinen Veränderungen

Kleine Veränderungen - Großer Erfolg

Wie kleine Veränderungen langfristig Erfolg bringen

Die Macht der kleinen Veränderungen – Wie kleine Veränderungen auf Dauer zu großen Veränderungen werden

Frohes Neues Jahr! Nie im Jahr ist der Kontrast zwischen Feiertagen, faulen Tagen und der Erwartung von jetzt auf gleich ein neues Verhalten zu starten, größer als zur Jahreswende.

Neue Vorsätze werden gefasst und von allen Seiten prasseln Angebote für Ernährungs- und Sportchallenges auf uns ein.

Das arme neue Jahr muss ausgleichen, was wir im letzten Jahr nicht geschafft haben und wo wir unzufrieden waren.

Die meisten wollen gesünder essen, mehr Sport treiben, Gewicht abnehmen, fitter werden, Gesundheitsprobleme angehen und weniger Stress haben.

Leider schaffen, wie ich neulich in einem Newsletter gelesen habe, nur ca. 8 Prozent eine dauerhafte Umstellung. Ob diese Zahl absolut korrekt ist, kann ich nicht sagen, aber ich denke, sie kommt schon nahe an die Wirklichkeit heran.

Schön für die acht Prozent, d.h. aber auch, dass 92 Prozent zu Anfang des Jahres voll motiviert waren, diese Motivation aber innerhalb des Jahres komplett verloren haben. 92 Prozent!

Meine Freundin und ich konnten dies immer gut verfolgen, wir machen regelmäßig Nordic Walking seitdem es ein Boom war.

Ja, da gehören wir wohl den ominösen acht Prozent. Jedes Jahr nach Neujahr wurde es im Wald voll. Lauter hochmotivierte Laufanfänger kreuzten unseren Weg. Woran sie zu erkennen waren? In der Regel an den strahlend sauberen Laufschuhen, der modernen Sportbekleidung und den begeisterten Gesichtern.

Spätestens Ende Januar hatten wir dann wieder den Wald für uns und trafen nur wieder auf die seit Jahren altbekannten Gesichter. Ein sich immer wiederholender Vorgang.

Genauso in der Ernährung. Bis zum Sommer hat mindestens einer in meinem Bekanntenkreis eine Diät oder ein Diätprogramm gemacht. Bis zum Sommer funktioniert das in der Regel ganz gut, dann kommt das abgenommene Gewicht unweigerlich bis Weihnachten zurück. Natürlich merkt man dies schon vorher, aber man hat ein halbes Jahr darben nachzuholen und vor Weihnachten eine Ernährungsumstellung zu starten, ist ein absolutes Tabu. Der Gang zur Waage am 1.1. eines neuen Jahres zeigt dann oft mehr Gewicht als im Jahr zuvor.

Sind das alles Looser, Leute ohne Durchhaltevermögen, Schwächlinge?

Keinesfalls!

Ich vermute, dass in mindestens 50% der Fälle das Ziel zu hoch angesetzt, zu ungenau formuliert oder zu unrealistisch war. Beim Rest kam wahrscheinlich noch eine ungenügende Planung hinzu. Was meine ich damit?

Wir müssen in unserem Leben viel schaffen, wir haben meist einen Beruf, erledigen den Haushalt mit Kochen, Einkaufen und Putzen, versorgen Kinder, haben Hobbies, Ehrenämter und versuchen im Großen und Ganzen gesund zu bleiben. Viele müssen auch noch diverse Krankheiten managen, wie ich auch.

Anfang des Jahres wollen wir das Ganze noch optimieren.

Ein sechswöchiges Intensivtraining, eine Ernährungsumstellung von jetzt auf gleich, eine Gewichtsabnahme von so und so viel Kilogramm. Ich habe ja schon oben geschrieben, wie hoch die Chance ist, dies zu schaffen.

Wie sieht also mein Alternativkonzept aus?

„ In order to change your big story, you have to change the little stories“ ( Isaiah Hankel)

Wenn Du Deine große Geschichte ändern willst, mussst Du Deine kleinen Geschichten ändern. (Isaiah Hankel)

Kleine Geschichten lassen sich schnell ändern und auch sie gehen im Alltag gerne wieder verloren.

 

Daher hier mein Vorschlag: Alles strategisch angehen.

Wenn ich es schaffe mit zwölf kleinen Schritten am Ende des Jahres mein großes Ziel zu erreichen, bin ich weiter gekommen, als wenn ich nach drei Monaten aufgegeben hätte. Vielleicht brauche ich auch nur sechs Monate, um ein mittleres Ziel zu erreichen.

Natürlich muss ich mich auch hier monatlich an meine Ziele erinnern und sie beharrlich verfolgen, aber ohne Arbeit geht es auch hier nicht. Tut mir leid.

Der Vorteil von kleinen Zwischenzielen liegt aber in folgendem:

  • Kleine Ziele lassen sich besser in den Alltag integrieren, sie fressen weniger Zeit und verlangen nicht viel Veränderung auf einmal.
  • Kleine Ziele führen schneller zu Erfolgserlebnissen und motivieren zum Weitermachen. Unterschätzen Sie unser Belohnungszentrum im Gehirn nicht!
  • Unser Gehirn braucht drei bis sechs Monate bis eine Verhaltensänderung zu einer Gewohnheit geworden ist. Die Zeit muss man durchhalten und selbst dann neigt unser Gehirn dazu, wieder in altes Verhalten zu fallen. Wer hat nicht schon einmal drei Monate auf Zucker und Schokolade verzichtet und ist beim ersten oder zweiten Stück wieder rückfällig geworden? Also ist doch alles sinnlos? Nein, denn die drei Monate Erfolg kann einem keiner nehmen und die Erinnerung daran auch nicht. Wenn ich es einmal so lange geschafft habe, kann ich es auch wieder.

Wie strukturiere ich also meine kleinen Ziele?

  • Ich nehme mir ein Ziel vor, was ich in sechs/12 Monaten erreichen kann.

Beispiel: Ich möchte mich nach der Paleoernährung gesund ernähren. Sprich: Viel verschiedenes Gemüse essen, wenig Obst essen, keine Angst vor Fetten haben, Fleisch und Fisch aus Weide- oder Wildhaltung essen, Eier von Freilaufhennen, wenig Nüsse und Saaten essen und keine künstlich süßen Getränke zu mir nehmen.

  • Ich nehme mir einen Tag im Monat vor an dem ich mir mein Zwischenziel anschaue und mich frage, ob ich das Ziel erreicht habe oder ob es noch irgendwelche Modifikation benötigt. Dies kann der 1. jeden Monats sein oder auch der erste Sonntag im Monat. Ganz wie ich möchte und wie es in meinen Alltag passt.

Wichtig: Dieser Termin mit sich selbst muss in den Kalender eingetragen werden, am besten auch ins Handy mit einem markanten Klingelton. Ich haben eine Verabredung mit mir selbst!

  • Ich schaue mir meinen Alltag an und formuliere die Zwischenziele. Ein Zwischenziel zeichnet sich dadurch aus, dass es täglich wenig Zeit verbraucht und sich mit etwas guten Willen in den Alltag integrieren lässt.
  • Ich schreibe unter jedes Zwischenziel, wie ich es ganz praktisch angehen werde.

 

Hier ein Beispiel, wie eine solche Liste zum Schluss aussehen könnte: 

Jahresziel: Überwiegende Paleoernährung

1.Monatsziel: Mindestens 500 g Gemüse am Tag essen

Umsetzung:

Mehr Gemüse kaufen, neues Gemüse probieren, Nudelportionen verkleinern und stattdessen mit Gemüse auffüllen, Gemüsesmoothies probieren, eine Gemüsesorte ins Frühstück integrieren, herausfinden, ob ich Gemüse lieber warm gekocht oder kalt als Salat esse…Ihnen fällt bestimmt noch mehr ein!

2.Monatsziel: Einen Alltagsplan mit Gemüse in jeder Mahlzeit entwickeln

Umsetzung:

Morgens: Smoothie mit viel Gemüse und wenig Obst

Mittags: Salat im Büro

Abends: Gekochtes Gemüse

Zwischendurch: etwas Gemüse

Die erste und zweite Woche, mittags und abends einhalten.

Die dritte und vierte Woche zu allen Mahlzeiten Gemüse.

Höchstens 1 Esslöffel Nudeln essen.

3.Monatsziel: Obst nur in Form von der ganzen Frucht essen

Umsetzung:

2-3 Stück Obst am Tag essen, kein Kompott essen, keine Obstsäfte und gesüßte Früchtetees trinken ( langsam immer mehr verdünnen bis man schließlich bei klarem Wasser ist), kein Obst in Form von Obstkuchen essen

4.Monatsziel: Nichts essen, was eine lange Zutatenliste hat

Umsetzung:

Alle Mahlzeiten selbst aus Grundzutaten zubereiten, bei Brot auf ursrüngliche Herstellung achten, Wurst durch Schinken ersetzen.

 

5.Monatsziel: Fleisch aus Weidehaltung essen, Fisch aus Wildfang kaufen, Eier aus Freilandhaltung kaufen

Umsetzung:

Adressen von Bauern die Weidehaltung praktizieren herausfinden, Tiefkühltruhe anschaffen, Preise und Budget checken, Alternativen ausarbeiten

6.Monatsziel: Mir das Kochen erleichtern

Umsetzung:

Vorräte anlegen, einen Schnellkochtopf/Slow Cooker anschaffen, unbeschichtete Pfannen kaufen, ein gutes Gemüsemesser kaufen

7.Monatsziel: Brot und Getreide weglassen

Umsetzung:

Gemüse und Fleisch/Fisch/Eiportionen erhöhen, zum Frühstück Suppe, Erdmandelbrei oder Rührei essen, Süßkartoffelscheiben rösten und belegen, auf mindestens 4 Esslöffel Fett am Tag kommen, notfalls ein „Paleobrot“ backen

8.Monatsziel: Mich mit alternativen Süßigkeiten beschäftigen

Umsetzung:

Rezepte für Kuchen, Eis, Snacks auf Pinterest sammeln und einiges ausprobieren, raffinierten Zucker und Zuckerersatzstoffe weglassen, Desserts/Kuchen nur am Wochenende essen

9.Monatsziel: Milchprodukte weglassen

Umsetzung:

Kokosmilchjoghurt/-kefir machen,

Pflanzenmilch ohne Zusatzstoffe finden, meine Proteinaufnahme tracken und sehen, ob ich genügend Proteine esse

10.Monatsziel: Ohne Paleonachbauten auskommen

Umsetzung:

Abends mehr kochen und die Reste zum Frühstück essen, Frühstück ausfallen lassen, Frikadellen und Salat zur Arbeit mitnehmen, Nüsse und Saaten einweichen, trocknen und pur essen anstatt als Müsli

11.Monatziel: Eine Essensroutine entwickeln, die zu meinem Alltag passt

Umsetzung:

keine Zwischensnacks mehr, Sonntags für die Woche vorkochen, mich mit intermittierendem Fasten beschäftigen, einen festen Einkaufstag einhalten

12.Monatsziel: es mir im Dezember mit festlichen Gerichten und Speisen aus der Paleoernährung gut gehen lassen

Umsetzung:

Rezepte auf Pinterest sammeln, ein eigenes Rezept entwickeln, ein paleokompatibles Weihnachtsmenue erstellen, auf das Jahr zurückblicken und mich gut fühlen.

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen hiermit eine Idee geben, wie man gute Vorsätze auch langfristig wirklich umsetzen kann. Denken Sie immer daran, dass so ein Plan ganz individuell sein soll und ganz zu Ihnen passen soll.

Wenn es Ihnen aber zu viel ist so einen Plan zu erstellen oder Sie noch keine Vorstellung haben, wie dieser Plan ganz konkret umzusetzen wäre, schreiben Sie mir und wir klügeln gerne gemeinsam einen aus.

Sie brauchen eher jemanden, der mit Ihnen ganz praktisch die Monatstreffen mit Ihnen selbst durchführt, Sie motiviert und Ihnen hin und wieder einen kleinen Schubs in die richtige Richtung gibt? Auch dies ist möglich, nehmen Sie Kontakt mit mir auf und wir überlegen zusammen, wie wir das angehen können.

Und: Keine Angst, ich beiße nicht!

Bildquellen: Anke Komorowski, Copyright 2017

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Gerne können Sie Ihre Erfahrungen mit dem Rezept oder Ihre Fragen in die Kommentare schreiben!

 

 

12 Küchentipps bei Histaminintoleranz

12 Tipps bei Histaminintoleranz

12 Küchentipps bei Histaminintoleranz

12 Küchentipps bei Histaminintoleranz

Frische ist oberstes Gebot bei Histaminintoleranz

Bei Histaminintoleranz gibt es nichts Wichtigeres als frische Nahrungsmittel. Alle lang haltbaren Lebensmittel sollten vermieden werden. Dies gilt besonders für alten Käse, viele fermentierte Lebensmittel, Fisch und Fleisch in Dosen.

Es gibt gute Lebensmittellisten (1), bei denen sich nachschauen lässt, ob ein Lebensmittel stark histaminhaltig oder ein Histaminliberator ist.

Ich möchte hier noch einmal auf meinen Artikel zu Listen bei Nahrungsmittelintoleranzen (2) hinweisen. Nur vermeiden was möglich ist, führt in der Regel nicht zum Ziel.

Doch jetzt geht es zur praktischen Umsetzung:

Kälte verringert die Histaminbildung

Kälte verringert die Histaminbildung

 

1. Kühlschrank auf 5 Grad oder tiefer einstellen

Um die Frische möglichst lange zu bewahren, müssen Lebensmittel, die biogene Amine, wie Histamin enthalten, gut gekühlt werden. Daher sollte der Kühlschrank auf 5 Grad Celcius oder tiefer eingestellt werden.

Das Fach über dem Gemüsefach ist in der Regel das kälteste Fach im Kühlschrank, dahin gehören besonders schnell verderbliche Lebensmittel, wie Fleisch und Wurst.

2. Kühlkette einhalten

Kühlkette einhalten bedeutet, dass das gefrorene oder gekühlte Lebensmittel auf dem Weg vom Hersteller zum Verbraucher nicht zu stark erwärmt wird. Ob in den Läden die Kühlkette eingehalten wird, können wir kaum sehen. Es gibt aber einige Hinweise. Wenn bei Tiefgefrorenem eine gefrorene Wasser- oder Eisschichtschicht auffällt, kann man davon ausgehen, dass dieses Lebensmittel schon einmal angetaut war.

Auch wenn die Tiefkühltruhen in den Läden oberhalb der Markierung befüllt sind oder man seitlich gar keine Markierung sehen kann, weil sie entfernt wurde, sollte man das Lebensmittel dort lieber nicht kaufen.

Ob wir nach dem Kauf und bis unserem Zuhause die Kühlkette einhalten, liegt in unserer Verantwortung. Bei mir haben sich Kühltaschen mit Gefrierakkus bewährt, im Sommer auch gerne eine große Kühlbox mit Zigarettenanzünderstecker für das Auto.

Besonders auf Reisen möchte ich auf meine elektrische Kühlbox nicht verzichten. Packe ich da einen großen Kühlakku von der Tiefkühltruhe und einige kleinere herein, ist mein mitgenommenes Fleisch auch noch nach acht Stunden Fahrt gut durchgefroren.

3. Gefrorenes innerhalb der Mindesthaltbarkeit verzehren

Auch das Gefrieren verhindert nicht die Histaminbildung, es verzögert sie nur. Daher ist es wichtig, das Mindesthaltbarkeitsdatum bei Tiefgefrorenem im Auge zu behalten. Friert man sich Fleisch selber ein, sollte man das Datum aufschreiben und sich vorher informieren, wie lange diese Fleischsorte tiefgefroren haltbar ist.

Eine kurze und schnelle Zubereitung kann die Histaminentwicklung verringern

Eine kurze und schnelle Zubereitung kann die Histaminentwicklung verringern

4. Erhitzen und Abkühlen lassen: immer sehr kurz und schnell

Am schnellsten wird Histamin im lauwarmen und warmen Temperaturbereich gebildet. Daher ist es bei Resteverwertung und beim Vorratskochen wichtig, Lebensmittel schnell zu erhitzen und auch schnell wieder abzukühlen.

Am besten kann man Lebensmittel abkühlen lassen, indem man sie in kleine Portionsgefäße füllt und im Winter nach draußen stellt.

Heiße Sachen in den Kühlschrank zu stellen ist kontraproduktiv für die anderen zu kühlenden Lebensmittel und eine massive Energieverschwendung. Dann kann man besser die kleinen Portionen in kaltes (Eis-)wasser geben und sie anschließend in den Kühlschrank geben.

5. Schnellkochtopf anstatt Slow Cooker

Bei Histaminintoleranz sind die momentan so modernen und praktischen Slowcooker nicht zu empfehlen. Sie garen über Stunden bei genau den Temperaturen, die die Histaminbildung besonders fördern. Stattdessen ist ein Schnellkochtopf bei Histaminintoleranz besonders zu empfehlen. Er baut schnell Druck und Hitze auf und die Garzeiten verkürzen sich rapide.

6. Kein Niedrigtemperaturgaren

Niedrigtemperaturgaren ist ebenfalls nicht empfehlenswert bei Histaminintoleranz. Auch hier wird für Stunden ein Temperaturbereich eingehalten, der optimal für die Bildung von Histamin ist. Und gerade dies wollen wir ja vermeiden.

7. Fleisch und Fisch gut abwaschen vor dem Garen

An der Oberfläche von Fleisch und Fisch sitzen besonders viele histaminbildende Bakterien. Da Histamin wasserlöslich ist, ist es vorteilhaft Fisch und Fleisch vor der Zubereitung unter fließendem Wasser abzuwaschen und mit Küchenpapier zu trocknen.

 

Der Schnellkochtopf ist eine große Hilfe bei Histaminintoleranz

Der Schnellkochtopf ist eine große Hilfe bei Histaminintoleranz

 

8. Auftauen: besser sofort in den Topf

Langes Auftauen kann die Histaminbildung fördern. Daher ist es besser, das Fleisch oder den Fisch direkt gefroren zu verwenden. Im Schnellkochtopf ist dies kein Problem und auch im Backofen funktioniert diese Vorgehensweise.

Muss etwas vorher auf- oder angetaut werden, dann kann man es in der Plastikverpackung in heißes Wasser geben. Allerdings kann man dann nicht sicher sein, wieviel schädliche Stoffe sich dabei aus der Plastikverpackung lösen und in das Lebensmittel übergehen. Ein kurzes Antauen im Kühlschrank oder die Schnellauftaufunktion der Mikrowelle sind mögliche Alternativen.

9. Vorsicht bei Fermenten

Fermentierte Gemüse, wie milchsauer vergorenes Sauerkraut, sind eigentlich sehr gesund. Leider weiß niemand genau, wieviel Histamin sich während der Fermentierung gebildet hat. Allgemein soll eine längere Fermentierung Histamine auch wieder abbauen. Ob es wirklich dazu kommt, weiß man nicht. Man sollte sich an fermentiertes Gemüse daher nur in Minischritten wagen und die eigenen Reaktionen gut beobachten.

10. Lebensmittel aus der Kühltheke

Kühltheken werden in der Regel so eingeräumt, dass die Lebensmittel mit dem kürzesten Verfallsdatum vorne stehen. Menschen mit Histaminintoleranz sollten sich in Kühltheken daher eher nach hinten orientieren und zu den Produkten mit dem längsten Verfallsdatum greifen.

Frische ist das wichtigste bei Histaminintoleranz

Frische ist das wichtigste bei Histaminintoleranz

11. Fleisch

Unter Schutzatmosphäre verpacktes Fleisch kann sehr histaminbelastet sein.

Bei Fleisch sollte man sich erkundigen, wann das Tier geschlachtet wurde und so einkaufen, dass man am nahest möglichen Zeitpunkt zum Schlachttermin kauft.

Je stärker zerkleinert Fleisch ist, desto größer ist die Oberfläche und desto mehr Angriffsfläche haben histaminbildende Bakterien.

Geschnetzeltes und Gulasch schneidet man sich daher am besten selbst. Hackfleisch wolft man selbst oder lässt es sich frisch beim Metzger durchwolfen und verarbeitet es unverzüglich.

12. Fisch

Gefroren gekaufter Fisch, der sofort und ohne langes Auftauen zubereitet wird, ist für viele Menschen mit Histaminintoleranz verträglich. Wie immer muss die eigene Schwelle beachtet werden.

Frischer Fisch sollte quasi direkt vom Kutter gekauft und sofort gut gekühlt nach Hause gebracht und zubereitet werden. Fisch von einer Fischtheke oder einem Marktstand, besonders im Landesinneren, sollte besser vermieden werden.

Ein Fischvergiftung ist übrigens eine heftige Histaminvergiftung durch verdorbenen Fisch.

Alles in Allem hört sich dies hier viel an, aber mit der Zeit entwickelt sich eine gewisse selbstverständliche Routine über die man irgendwann gar nicht mehr nachdenken muss. Wirklich, ich spreche aus eigener Erfahrung. Man kann auch mit Histaminintoleranz gut leben und sein Verträglichkeitslevel etwas ausdehnen, wenn man oben genannte Tipps befolgt.

Was sind Ihre Erfahrungen? Schreiben Sie gerne Ihre Tipps in die Kommentare!

Bildquellen: Anke Komorowski, Copyright 2017

LINKS:

(1) http://www.histaminintoleranz.ch/de/downloads.html

(2) https://ernaehrungsbausteine.de/warum-verbotslisten-bei-nahrungsmittelintoleranzen-nur-ein-teil-des-puzzles-sind/

Obst und Gemüse im August

Gemüsekorb im August

Obst und Gemüse im August

Gemüsekorb im August

Saisonales Gemüse und Obst im August

Der August ist einfach eine traumhafte Zeit für Obst und Gemüse. Die Ernten sind im vollen Gange und wer jetzt eine Ernährungsumstellung auf viel frisches und saisonales Gemüse wagt, hat es leicht.

Der Vorteil von saisonalem Gemüse ist, dass es weniger Nährstoffe aufgrund langer Transportwege verliert und es wunderbar an unsere Gegend angepasst ist. Dies macht es weniger anfällig für Schädlinge und es muss nicht soviel gespritzt werden.

Schlagen Sie also reichlich zu, wenn es auf Ihrem Bauernmarkt Gemüse und Obst aus regionalem Anbau gibt. Oftmals spritzen Bauern vor Ort nicht, viele haben nur kein Biozertifikat, weil es für ihre produzierten Mengen zu teuer ist. Viele Bauern beantworten Fragen gerne.

Ich habe heute gut 30 verschiedene Obst- und Gemüsesorten zur Auswahl. Vieles davon habe ich selbst angebaut und der Geschmack dieser robusten Freilandsorten ist einfach unvergleichlich gut.

Legen wir also los!

 

Saisongemüse im August

Saisongemüse im August

Saisonales Gemüse im August

Regionaler Freilandanbau:

  • Rote Möhren
  • Gelbe Zwiebeln
  • Frische Kartoffeln
  • Wirsing
  • Spitzkohl
  • Rote Beete
  • Tomaten
  • Grüne Bohnen
  • Gurken
  • Salat
  • Sellerieknolle
  • Fenchel
  • Mairübchen
  • Mangold
  • Zucchini
  • Schnittlauch
  • Petersilie
  • Lauchzwiebeln
  • Kürbis
Grüne Bohnen

Grüne Bohnen – Eigene Ernte

Dazu gekauft:

  • Blumenkohl
  • Broccoli
  • Knoblauch
  • Champignons
  • Avocado
  • Süßkartoffeln
  • Porree
Frischer Knoblauch, Tomaten, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Sellerie im August

Frischer Knoblauch, Tomaten, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Sellerie im August

Saisonales Obst:

  • Blaubeeren
  • Eierpflaumen
  • Pflaumen ( eignen sich wunderbar für meinen Obstcrumble)
  • Weintrauben
  • Nektarinen
  • Pfirsiche
  • Birnen
  • Frühäpfel
Saisonale Gemüsevielfalt im August

Gemüsevielfalt im August

Da ich meine saisonale Ernte gar nicht auf einmal verspeisen kann, ist in dieser Zeit auch Vorkochen und Einfrieren angesagt. Aus Tomaten wird Tomatensoße, aus Zucchini Zucchiniauflauf, verschiedenes Gemüse wird gemischt und zu Röstgemüse verarbeitet, aus Petersilie wird Pesto.

Wer keine Probleme mit Histaminintoleranz hat, wie ich, kann wunderbar Möhren und Kohl fermentieren und hat in einigen Wochen ein selbstgemachtes Probiotikum.

Probieren Sie einmal ein neues Gemüse! Wenn nicht jetzt, wann dann?

Schreiben Sie mir gerne in den Blog, welches Gemüse Sie noch nie gegessen haben und gerne ausprobieren möchten.

Tomaten - saisonales Gemüse im August

Tomaten aus eigener Ernte

Bildquellen: Anke Komorowski, Copyright 2017

 

Von Bordeauxdoggen und Ernährungsrückfällen

Von Bordeauxdoggen und Ernährungsrückfällen

Von Bordeauxdoggen und Ernährungsrückfällen

Bildquelle: Fotolia_104206550_XS

 

 

Ernährungsrückfälle tierisch betrachtet

Ich bin ein Hund, genau genommen eine Bordeauxdogge. Das behauptet zumindest meine Osteopathin ganz liebevoll.

Eigentlich bezieht sie sich damit auf meine Muskulatur und nicht auf mich als Gesamtes, denn meine Muskulatur ist nicht immer willig, den Anweisungen meiner Osteopathin gleich zu folgen und möchte gerne gebeten und getätschelt werden, bevor etwas passiert.

Ich finde diese Idee, körperlichen Funktionsweisen tierische Eigenschaften zuzuordnen, sehr interessant. Ich verstehe nun viel besser, warum meine Muskulatur selbst nach minimaler Anstrengung manchmal schmerzt. Einer Bordeauxdogge lässt man Zeit zur Anpassung, man drängt sie eben nicht, denn dann ist sie beleidigt.

Mit der Zeit bin ich dahintergekommen, dass sich wohl nicht nur eine Bordeauxdogge in mir befindet, denn ich habe nicht immer die gelassene Ruhe der Bordeauxdogge.

Ganz im Gegenteil: mein Gehirn springt gerne hin und her, möchte immer beschäftigt sein und sucht ständig neue Herausforderungen. Das passt nicht zur Bordeauxdogge, aber zu einem Bordercollie.

Bordercollie und Bordeauxdogge kommen schon mal in Konflikte, wenn z.B. meine Gehirn (der Bordercollie) meint, dass ich mich sportlich betätigen sollte, aber meine Muskulatur (die Bordeauxdogge) nicht so schnell mitkommt und erst mal Stopp sagt.

Und da wir ja hier den Schlenker zum Thema Ernährung finden müssen, habe ich gerade nach dem Verzehr von zwei Schokoriegeln entdeckt, dass bestimmt noch mehr Tiere in mir an meinen Entscheidungen beteiligt sind, u.a. ein verfressender Golden Retriever, der meine Sucht nach Süßem ganz wunderbar symbolisiert.

Nun habe ich also diese drei Hunde in mir und muss sie unter ein Dach bekommen.

Warum mein Körper eine Katze ist

Das Dach kann ja nur mein Körper im Gesamten sein. Doch der ist eine Mimose, er bekommt von Gluten Urtikaria (das sind heftig juckende Schwellungen, als ob eine Horde Mücken auf einen losgegangen wäre), von Laktose Durchfall, von Casein kleine Pickel, von zu viel Histamin Kopfschmerzen, wieder Urtikaria und einen puterroten Kopf.

Hier wieder Hunde zu bemühen, wäre sicher gemein. So etwas schafft nur eine Katze, ganz klar. Sie ist der Chefkörper und macht genaue Angaben, was die anderen zu ihrer Freude und ihrem Wohlbefinden tun können. Sie weiß es schließlich am besten. Den Hunden fällt das in der Regel nicht auf, sie funktionieren den Anweisungen gemäß, genau das macht einen guten Chef aus.

Der Katzenchef hält den Golden Retriever (meine Fresssucht) mithilfe des Bordercollies unter Kontrolle, beschäftigt den Bordercollie (mein Gehirn) mit Einkaufsplänen zur gesunden Ernährung und überzeugt die Bordeauxdogge (meine Muskulatur) aufgrund gesunder Ernährung ihre Stärken auszuspielen. Alle arbeiten reibungslos zusammen, d.h. meine gesunde Ernährung funktioniert wunderbar und mein Körper damit auch. Der perfekte Flow, ich bin stolz auf mich bzw. uns.

 

Genau bis zu dem Zeitpunkt, wo es der Katze so gut geht, dass sie sich entspannt zurücklehnt und ein Mittagsschläfchen macht.

 

Schlafende Katze

Bildquelle: Fotolia_112720964_XS

 

Damit erwacht der, seiner Meinung nach, halbverhungerte Golden Retriever, sprich meine Fresssucht, und sieht seine Chance gekommen. Er überzeugt in Windeseile Bordeauxdogge (Muskulatur) und Bordercollie ( Gehirn), dass es jetzt endlich einmal Zeit für schnell verfügbare Kohlenhydrate ist. Die beiden haben gegen einen kleinen Kick nichts einzuwenden und schon ist der Deal perfekt, man einigt sich auf Kohlenhydrate in Form vom Schokolade. Und entscheidet, dass ein Doppelkick in Form von zwei Riegeln der Lieblingsschokolade auch durchaus einmal erlaubt sei.

 

Schokolade

Bildquelle: Fotolia_139256910_XS

 

Sie sehen auf was das hinausläuft:

 

Die Schokolade wurde gekauft und vertilgt. Bordeauxdogge, Bordercollie und Golden Retriever hat es geschmeckt, aber sie schämen sich auch, denn die Katze (mimosiger Körper) erwacht urplötzlich aus dem Mittagsschläfchen und kotzt elegant auf den Teppich. Ihr geht es schlecht, sie fühlt sich unwohl und aufgetrieben und verschießt böse Blicke. Sie macht umgehend klar, dass DIES nun wirklich keine gute Idee war.

Geht es Ihnen auch manchmal so?

Sie essen eine Zeit lang so, wie es wirklich gut und richtig für Ihren Körper ist? Und der fühlt sich pudelwohl bzw. katzenfein?

Und dann, ja dann, kommt der Tag wo alles vergessen ist? Wo Sie Dinge essen, von denen Sie genau wissen, dass Ihnen davon schlecht wird?

Wenn Sie jetzt die große Maßnahmentafel und den ultimativen Tipp von mir erwarten, wie man dieses Problem dauerhaft in Schach hält, muss ich Sie enttäuschen. Sicher gibt es Tricks um auf Dauer besser durchzuhalten, doch das nimmt einen eigenen Artikel in Anspruch.

Heute wollte ich nur anschaulich machen, warum wir manchmal in ein Verhalten zurückfallen, von dem wir schon glaubten, dass wir es hinter uns gelassen hatten. Es kann passieren, niemand ist perfekt, jeder schläft einmal ein und wird dann von Dingen überrollt, die er hinterher bereut.

Das Gute: Wir haben einen Katzenchef. Unser Körper zeigt uns klar an, was geht und was nicht. Und er bringt uns durch seine unangenehmen Reaktionen auch wieder auf Kurs.

Vertrauen Sie Ihrer Katze, sie ist er geborene Chef.

Ihr Körper hat ein so großes Bedürfnis nach Wohlgefühl, dass er Ihnen den richtigen Weg schon wieder zeigen wird. Sie müssen nur hin und wieder die Ohren spitzen!

Katz und Hund als Freunde

Bildquelle: Fotolia_144248326_XS

Und wenn Ihr Hunderudel nicht mehr gehorcht und Sie Ihre Ernährungsrückfälle nicht mehr im Griff haben, mailen Sie mir.

Gemeinsam finden wir schon eine Lösung!

Hier können Sie meine Beratungspakete ansehen.

AIP -Autoimmunprotokoll Paleo

Die 10 wichtigsten AIP – Autoimmunprotokoll Paleo – Fragen

AIP -Autoimmunprotokoll Paleo

AIP – Autoimmunprotokoll Paleo

Zum AIP (Autoimmunprotokoll Paleo) gibt es immer viele Fragen und Gerüchte. Zumeist erfolgt die Anregung sich „da“ richtig einzuarbeiten. Was ist aber mit denen, die sich nur einmal einen kurzen Überblick verschaffen wollen, um dann zu entscheiden, ob sie sich weiter einarbeiten wollen oder nicht?

Da ich als Sprecherin im Online Autoimmunkongress vom 23.07.2017 bis 01.08.2017 zum Thema Autoimmunprotokoll sowohl als Anwenderin, wie als Ernährungsberaterin interviewed wurde, möchte ich hier einen kleinen Überblick über das Thema geben. Ausführlicher wird es dann in meinem kostenlosen Interview am Mittwoch, den 26.07.2017  (hier kann man sich noch anmelden)

oder auch gerne bei einem kostenlosen 30-minütigem Erstgespräch mit mir.

Hier geht es zu den 10 AIP (Autoimmunprotokoll Paleo) Fragen:

Frage 1: Wer hat das AIP entwickelt?

Schon Professor Dr. Loren Cordain, der als einer der Gründer der Paleo Bewegung anzusehen ist, schrieb, dass nicht nur Getreide, sondern auch andere Stoffe in bestimmten Lebensmittelgruppen bei Menschen mit Autoimmunerkrankungen zu Problemen führen können. Diese sollte man mit einer Autoimmunerkrankung zusätzlich zu einer Paleoernährung besser weglassen.

Ausgangslage war, dass Stoffe wie Saponine und Lektine die Darmdurchlässigkeit fördern und das Immunsystem zu Überreaktionen verleitet wird. Dies wird als Ursache für Autoimmunerkrankungen diskutiert.

Unterstützt wurden diese Beobachtungen von Robb Wolff, der eine Art Autoimmunprotokoll Paleo in seinen Büchern zuerst veröffentlichte.

Das Autoimmunprotokoll Paleo in seiner Ausführlichkeit, so wie wir es momentan kennen, ist Dr. Sarah Ballantyne zu verdanken. Als Selbstbetroffene und wissenschaftliche Arbeitende arbeitete sie sich intensivst in Studien zum Thema ein und wendete ihre Erkenntnisse praktisch bei sich an. Ihr Blog Paleomom und ihr Buch „Die Paläo Therapie“ sind die ausführlichsten Erkenntnisse, die man momentan zu diesem Thema finden kann.

Dr. Terry Wahls hat ein ähnliches Protokoll, das Wahls Protokoll, entwickelt um ihre MS in Remission zu bringen.

Doch ich werde hier schon zu ausführlich, daher

 

Frage 2: Was ist das AIP?

Das Autoimmunprotokoll Paleo ist eine sogenannte Eliminationsdiät. D.h., es ist keine Dauerernährung, sondern es werden bestimmte Lebensmittel für einen ungefähren Zeitraum von 1-3 Monaten weggelassen und anschließend wieder eingeführt.

Es werden die Nahrungsmittel weggelassen, die am bekanntesten dafür sind, Darm- und Gesundheitsprobleme zu verursachen.  Durch das Weglassen sollen der Darm und das Immunsystem Zeit bekommen sich zu regenerieren sich zu beruhigen.

Erst dann kann, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann, der Körper wirklich zeigen, was er an Nahrungsmitteln verträgt und welche nicht. Man kann somit seine persönlichen Triggerlebensmittel herausfinden und gleichzeitig seinem Darm und seinem Immunsystem etwas Gutes tun, indem man Entzündungsvorgänge reduziert.

 

Frage 3: Was darf ich in der Eliminationsphase des AIP nicht essen?

  • Keine Getreide und Pseudogtreide
  • Keine Milchprodukte
  • Keine Leguminosen (Erbsen, Bohnen, Linsen), insbesondere Sojaprodukte
  • Keine Nüsse und Saaten, auch nicht in Form von Gewürzen
  • Keine Nachtschattengewächse (Tomaten, Auberginen, Kartoffeln)
  • Keine Eier
  • Keine raffinierten Fette/Öle
  • Kein Zucker, kein Süßstoff oder Zuckeraustauschstoffe
  • Obst nur wenn man unter 20 g Fruktose pro Tag bleibt
  • Natürlich sollen auch alle Lebensmittel weggelassen werden, auf die man bereits unverträglich getestet wurde
AIP Autoimmunprotokoll Paleo Gemüse

AIP Gemüse

Frage 4: Was bleibt dann noch übrig?

  • Sehr viel Gemüse in allen Farben des Regenbogens
  • Weidefleisch
  • Geflügel aus Freilandhaltung
  • Meeresfrüchte
  • Fisch aus Wildfang
  • Innereien
  • Knochenbrühe
  • Obst, solange man unter 20 g Fruktose am Tag bleibt
  • Fette wie natives Olivenöl, Kokosöl, Schmalz, Talg
  • Natürliche Süßungsmittel in Maßen
  • Fermentiertes Gemüse, Kokosjoghurt, Kokosmilch
  • Pflanzenmehle wie Kokosmehl, Tapiokastärke, Erdmandelmehl, Gari

 

Auch wenn es erst so aussieht, als ob nicht viel übrig bleibt, AIP eröffnet einem eine ganz neue Lebensmittelvielfalt, wenn man sich erst einmal auf dieses Thema einlässt.

Aprikosen im AIP

Aprikosen sind AIP konform

Frage 5: Warum wird so viel Wert auf die Herkunft des Fleisches/Fisches gelegt?

Das AIP will nicht nur möglichst viele entzündungsfördernde Lebensmittel eliminieren, sondern gleichzeitig dem Körper die größtmögliche Nährstoffdichte bieten. Fleisch aus Weidehaltung und Fisch aus Wildfang haben eine größere Nährstoffdichte und eine bessere Zusammensetzung was Omega 3 Fette angeht, als Fleisch aus Massentierhaltung.

Zudem sind Fleisch und Fisch die einzigen Eiweißquellen beim AIP.

Eiweiß ist essenziell/unersetzlich für uns und daher ist es gerade im Krankheitsfall besonders wichtig auf gute Eiweißquellen zu achten und Schadstoffe, wie Medikamente, die in der Massentierhaltung eingesetzt werden, zu vermeiden.

Der Punkt der Schadstoffverminderung gilt natürlich auch für Obst und Gemüse.

Weiderrinder im AIP

Weiderinder

Freilandhuhn für das AIP

Freilaufende Hühner

Frage 6:  Ist AIP Low Carb?

Eine Low Carb Ernährung sagt lediglich aus, dass der Kohlenhydratanteil pro Tag mindestens unter 150 g/Kh pro Tag liegt. Die meisten verstehen darunter eine Ernährung zwischen 60 und 90g Kh/Tag, unter 40 g KH/Tag wird in der Regel von einer ketogenen Ernährung gesprochen.

Das AIP kann man sowohl ketogen, wie auch mit einem höheren Kohlenhydratanteil machen. D.h., man muss den Kohlenhydratanteil an seine persönlichen Bedürfnisse anpassen. Dr. Sarah Ballantyne empfiehlt das AIP nicht ketogen zu machen, Dr.Terry Wahls hat gerade ihr Wahls Protokoll ketogen entwickelt. Es ist alles möglich.

Ich habe das AIP ketogen und histaminarm gemacht, auch dies ist möglich.

 

Frage 7: Muss ich für immer auf diese Lebensmittel verzichten?

Die strenge Eliminationsphase im AIP geht höchstens über drei Monate, bei vielen reicht auch 1 Monat aus. Dann werden Lebensmittel wieder schrittweise eingeführt. Diese Einführungsphase kann sich durchaus über ein halbes bis ein Jahr hinziehen.

Die Einführungen sind in Gruppen gestaffelt, d.h. Lebensmittel, die höchstwahrscheinlich am wenigsten Probleme machen, werden als erstes wiedereingeführt. Oft staunt man, auf welche Lebensmittel der Körper nun Reaktionen zeigt oder eben auch nicht. Ich hätte zum Beispiel vor dem AIP geschworen, dass ich Eier gut vertrage. Heute weiß ich, dass ich nur das Gelbe vom Ei gut vertrage, das Weiße jedoch gar nicht.

Der Körper zeigt seine Reaktionen sehr unterschiedlich. Die einen reagieren z.B.mit Kopfschmerzen oder Übelkeit, ich habe hauptsächlich über die Haut reagiert.

Am Ende des AIP sollte man herausgefunden haben, welche Lebensmittel für einen persönlich nützlich und welche eher schädlich sind. Jeder endet also beim AIP mit seiner persönlichen Ernährungsweise und da der Körper darauf mit einem gesteigerten Wohlbefinden reagiert, ist es auch nicht mehr so schwer diese Ernährung langfristiger durchzuhalten.

AIP Obst

Obst im AIP

 

Frage 8:  Ich habe Nahrungsmittelunverträglichkeiten, kann ich dann AIP machen?

Vom Prinzip her ja. Ich habe das AIP histaminarm gemacht und konnte, trotz getesteter Fruktoseintoleranz, zunehmend Gemüse und Obst wieder essen.

Trotzdem müssen Nahrungsmittelintoleranzen, und natürlich auch Allergien und Kreuzallergien,  von Anfang an im persönlichen AIP beachtet werden. Manche haben Glück und durch die Darmberuhigung bessern sich auch die Intoleranzen. Manche entdecken aber auch erst, weil das AIP nicht wirklich wirksam ist, tiefer gehende Unverträglichkeiten, die noch andere Maßnahmen als AIP erfordern.

Dies lässt sich leider nicht voraussagen.

 

Frage 9: Ich bin Veganer, kann ich das AIP auch machen?

So, wie es Dr. Sarah Ballantyne vorgibt, lässt sich das AIP als Veganer nicht machen, denn das lebenswichtige Eiweiß ist nur im Form und Fleisch und Fisch enthalten und dies hat auch seine Begründungen.

Dr.Terry Wahls hat ein zusätzliches Alternativprogramm zu ihrem Wahls Paleo Plus Programm, aber auch sie merkt an, dass Fleisch und Fisch ihr bei der Genesung geholfen haben und sie empfiehlt eine vegane Ernährung als Exveganerin nicht.

AIP Knochenbrühe

AIP Knochenbrühe

Frage 10: Kann ich meine Autoimmunerkrankung mit AIP heilen?

Wer den Interviews im Autoimmunkongress folgt, wird sehen, dass es eine Vielzahl an natürlichen Ansätzen gibt auf ein Autoimmungeschehen Einfluss zu nehmen. Ernährung ist ein Grundpfeiler des Lebens und damit ein wichtiger Faktor. Man sollte allerdings nicht den Fehler machen und zu einseitig denken. Zu einem Autoimmungeschehen gehören viele Faktoren und es gehören auch viele Faktoren dazu, ein Autoimmungeschehen in Remission zu bringen. Nicht auf alle haben wir Einfluss und bei jedem sieht die individuelle Konstellation anders aus.

Was wir als Betroffene machen können, ist die für uns besten Optionen auszuwählen, diese auszuprobieren und zu kombinieren. Jeder Betroffene muss sein eigenes Puzzle zusammensetzen.

Für mich persönlich war das AIP ein wichtiger Meilenstein zur Besserung. Ich habe deutlich an Energie und Lebensqualität gewonnen, meine schwere Urtikaria (Nesselsucht) verschwand überwiegend, meine Fruktoseintoleranz ist heute nicht mehr spürbar und meine Nahrungsergänzungsmittel kamen besser an. Dazu habe ich aber auch eine Vielzahl an anderen natürlichen Behandlungen gemacht und mache sie auch noch heute. Die Ernährung bleibt für mich aber immer der Grundpfeiler Nummer 1 und deshalb liegt mir dieser Bereich besonders am Herzen. Dazu berate ich Sie gerne!

Wer jetzt neugierig geworden ist und mehr über natürliche Behandlungen bei Autoimmunerkrankungen erfahren will, kann sich noch beim kostenlosen Autoimmunkongress anmelden: Ja, ich möchte am Online Autoimmunkongress teilnehmen!

Anke und Mangold aus eigenem Anbau

Mangold aus eigenem Bioanbau

Bildquellen: Anke Komorowski, Copyright 2017

 

Das Puzzle fügt sich zusammen

Warum Verbotslisten bei Nahrungsmittelintoleranzen nur ein Teil des Puzzles sind

Verbotslisten bei nahrungsmittelintoleranzen

Warum es mehr als eine Verbotsliste braucht um die Lebensqualität zu steigern

Bildquelle:Fotolia_162276811_XS.jpg

 

Verbotslisten bei Nahrungsmittelintoleranzen – Eine einseitige Sichtweise

Heute geht es um die einseitige Sicht auf Verbotslisten für Menschen mit Nahrungsmittelintoleranzen, aber auch für Menschen, die das AIP (Autoimmun Protokoll Paleo) machen wollen. Ich möchte Ihnen weiterführende Wege und eine differenziertere Betrachtungsweise nahebringen, damit Sie so vielfältig, wie nur möglich essen können.

Egal ob eine Laktose-, Fruktose-, Histamin- oder Was-auch-immer-Intoleranz diagnostiziert wird, der Ablauf ist in der Regel immer gleich.

Entweder wird dem Patienten schon in der Arztpraxis eine Liste mit nun verbotenen Lebensmitteln in die Hand gedrückt oder er wird gleich auf das Internet verwiesen. Wer Glück hat bekommt die Information, dass man eine Ernährungsberatung aufsuchen kann und/oder dass eine Karenzzeit mit nachträglichen Wiedereinführungen eingehalten werden soll. Wird dies auch weiterhin begleitet, stehen die Chancen gut, dass es nicht zu folgendem Szenario kommt.

Wie zuerst genannt,  ging es mir vor einigen Jahren mit der Feststellung meiner Laktoseintoleranz. Mir wurde die Diagnose mitgeteilt und damit war ich als Fall für meine damalige Ärztin erledigt. Auch bei der Feststellung meiner zusätzlichen Fruktoseintoleranz bei einem anderen Arzt ging es mir kaum anders. Ich bekam immerhin eine kurze Verbotsliste und die Information „Suchen Sie sich weitere Informationen im Internet zusammen!“

Da meine Arztliste nur ein paar Lebensmittel enthielt, suchte ich tatsächlich im Internet und fand dort vielerlei Informationen und auch mehrere besagte Listen. Ich druckte sie mir aus und versuchte sie geradezu auswendig zu lernen, denn ich hatte Leidensdruck und wollte, dass es mir endlich besser ging. Nur am Rande bemerkte ich, dass einige Listen Graustufen enthielten, ich war schlichtweg überfordert und konnte nur in „Erlaubt“ und „Verboten“ denken.

Ich versuchte meine Ernährung entsprechend umzustellen.

  • Ich las das Kleingedruckte auf allen Produkten, die ich kaufte (und stellte fest, dass es Zeit für eine Lesebrille war)
  • Ich suchte und fand Internetshops, die Ersatzprodukte für meine herkömmlichen Nahrungsmittel anboten
  • Ich klapperte alle Supermärkte in der weiteren Umgebung ab, um an laktosefreie Produkte zu kommen.
  • Ich versuchte meine gewohnten Rezepte an die Unverträglichkeiten anzupassen
  • Ich strich sehr viele Lebensmittel komplett aus meiner Ernährung und reduzierte Obst und Gemüse sehr stark

 

Für viele ist dies ein erfolgreiches Vorgehen und sie erfahren dadurch wirklich schon Besserung ihrer Symptome.

Andere, wie ich, spüren zwar Besserung, aber haben keinen durchschlagenden Erfolg. Eine Unverträglichkeit kommt selten allein, zu Verbotsliste 1 und Verbotsliste 2 gesellt sich gerne Verbotsliste 3 und man erstellt daraus seine persönliche Verbotsliste 4. Zu diesem Zeitpunkt hat sich die Lebensmittelauswahl in der Regel stark reduziert.

Wird man bei Einladungen gefragt „Darfst Du das essen?“, muss man in der Regel mit „Nein“ antworten.

Nahrungsmittel werden nicht nur in „Erlaubt“ oder „Verboten“ eingeteilt, manche sprechen auch von „guten“ und „bösen“ Lebensmitteln.

Viele fühlen sich von ihrem sozialen Umfeld isoliert und der Verzicht auf das gewohnte Essen macht traurig.

Verbotslisten führen zum Denken in Kategorien

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„Jede Intoleranz hat einen persönlichen Spielraum und eine Ursache“

 

Spielräume austesten

So gut wie Verbotslisten sind, um einen Überblick zu bekommen, so wichtig ist es aber auch, sich von Anfang an klar zu machen, dass jede Intoleranz einen persönlichen Spielraum und auch eine bestimmte Ursache hat.

Das Austesten des persönlichen Spielraumes ist ein wichtiger zweiter Schritt nach der Diagnose und gleichwertig zur Eliminationsphase/Karenzzeit.

Dieses Austesten kann durchaus mühselig werden, aber das Ziel sollte ja nicht “Ich darf so gut wie gar nichts mehr essen!“, heißen, sondern sollte“ Ich esse das, was meinem Körper und mir gut tut!“ lauten.

Um möglichst viele unterschiedliche Nährstoffverbindungen trotz Intoleranzen aufnehmen zu können, muss ich meinen persönlichen Spielraum austesten.

Dies fällt Leuten, die zu lange in „Gute Lebensmittel – Böse Lebensmittel“ gedacht haben, oft sehr schwer. Lebensmittel, deren Verträglichkeitsspielraum ausprobiert werden soll, haben nun das Label „Böse“. Isst man es in geringen Mengen, um es auszutesten, kann es zu Angst und Stresssymptomen kommen. Dies merkt sich unser Gehirn und der Körper reagiert mit Unwohlsein.

Daher ist es so wichtig von Anfang an Lebensmittel nicht komplett zu verdammen. Lebensmittel sind nicht per se „Gut“ oder „Böse“, sondern sie sind „für mich persönlich geeignet/weniger geeignet/eingeschränkt geeignet/ungeeignet“. Sie haben einen Spielraum, (ja, sie dürfen mit Ihrem Essen spielen!), und in einem gewissen Rahmen erhöht sich die Vielfalt Ihrer Nahrungsmittel und das Lebensgefühl.

 

Ursachensuche

Intoleranzen werden oft der Genetik und dem Alter zugeschrieben und damit wird eine Ursachensuche als unnötig und sinnlos dargestellt.

Wer aber mehrere Intoleranzen in einem Zeitraum von ein paar Jahren entwickelt und vielleicht dazu noch Hauterscheinungen, Autoimmunerkrankungen oder eine erhöhte Infektanfälligkeit aufweist, sollte weiter denken.

Das gemeinsame Zentralorgan zu diesem Thema ist der Darm. Hier wird die Nahrung verdaut, in ihre Einzelteile zerlegt und weitergeleitet. Hier befindet sich auch ein großer Teil, der für unser Immunsystem verantwortlich ist.

Dieser Teil ist störanfällig und hier gilt es anzusetzen. Ob Dysbiosen, Leaky Gut, vorausgehende Antibiotikatherapien, Parasiten, Pilze, chronische Entzündungen ect. vorliegen, kann abgeklärt und behandelt werden. Damit gibt es eine Chance, dass sich Nahrungsmittelintoleranzen bessern oder bestenfalls auch ganz verschwinden.

Auf Magen- und Darm spezialisierte Ärzte und Heilpraktiker sind hier eine gute Anlaufstelle. Viele Selbsthilfeforen im Internet oder Selbsthilfegruppen auf Facebook haben Listen mit von Mitgliedern empfohlenen Ärzten oder Heilpraktikern.(1)

 

Nährstoffdichte

Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte sind Lebensmittel, die eine hohe Anzahl an Mineralstoffen, Vitaminen und anderen lebenswichtigen Stoffen enthalten. Je mehr Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte ich essen kann, desto einfacher ist es für meinen Körper seinen Bedarf an ihnen zu decken.

Daher ist es besonders kritisch, solche Lebensmittel komplett aus dem Speiseplan zu streichen.

Aber diese Nährstoffdichte hat auch noch etwas Besonderes. Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte enthalten die unterschiedlichsten Verbindungen an entzündungshemmenden und antioxidativen Stoffen, die unser Körper braucht, um gesund zu bleiben oder zu werden.

Im Beispiel der Histaminintoleranz kann es daher sein, dass ein Lebensmittel, was gemieden werden soll, weil es Histamin enthält, gleichzeitig viele Stoffe enthält, die die DAO und damit den Histaminabbau im Darm fördert. Oder das Lebensmittel enthält gleichzeitig Stoffe, die die Histaminausschüttung der Mastzellen bremst. Viele Zusammenhänge sind da noch gar nicht erforscht, aber es gibt Hinweise darauf, dass besonders das Meiden von vielfältigem, nährstoffdichtem Gemüse kontraproduktiv für unsere Gesundheit ist. (2)

Ein Grund mehr seine individuelle Verträglichkeit insbesondere für nährstoffdichte Lebensmittel auszutesten und keine Angst vor ihnen zu haben.

Es sind mehrere Schritte zur Besserung

Mehrere Faktoren sind wichtig

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Zusammengefasst kann man sagen:

  • Verbotslisten bei Nahrungsmittelintoleranzen sind nur ein Baustein in der Behandlung
  • Nahrungsmittel mit dem Label „Gut“ oder „Böse“ zu belegen, kann zu einer unnötig starken Einschränkung an Lebensmitteln führen und die Lebensqualität stark einschränken
  • Die Wiedereinführungs- und Testphase ist genauso wichtig wie die Karenz- oder Eliminationsphase.
  • Die Punkte „Spielräume austesten“, „Ursachensuche/weitergehende Behandlung“ und „Nährstoffdichte“ können die Lebensqualität und das Körpergefühl stark verbessern und Symptome lindern.
    Das Puzzle fügt sich zusammen

    Alle Komponenten zusammen können die Lebensqualität steigern

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Wie ist es Ihnen ergangen, können Sie mit meinen Erfahrungen und Vorschlägen etwas anfangen?

Ging es Ihnen auch so oder war alles optimal bei Ihnen?

Haben Sie Fragen?

Welches sind Ihre besten Tipps im Umgang mit Nahrungsmittelintoleranzen und Verbotslisten?

Ich freue mich auf Kommentare unter diesem Beitrag!

 

(1)Links zu Büchern: http://www.aerzteverlagshaus.at/verlagsprogramm/einzelansicht/products/darm-krank-alles-krank/backPID/verlagshaus.html

 

(2) YouTube Video auf Englisch: https://www.youtube.com/watch?v=ZNyc_V9nx8k

Ernährungsumstellung ist möglich

Das Top-Tool für eine dauerhafte Ernährungsumstellung

 Egal, ob Sie ihre Ernährung umstellen müssen, weil:

  • sie abnehmen wollen
  • Nahrungsmittelintoleranzen haben
  • bereits gesundheitliche Probleme haben
  • oder sich einfach im Klaren darüber sind, dass es mit ihrer jetzigen Ernährung so nicht mehr weitergehen kann,

dann kommt meistens zuerst der Satz:

„Dann kann ich ja GAR NICHTS mehr essen!“

Ein Aufschrei in unserem Inneren, der unsere ganze Verzweiflung darüber zum Ausdruck bringt, dass wir in Zukunft auf vertrautes und liebgewonnenes Essen verzichten sollen.

Und damit ist schon das zweite Wort in diesem Horrorszenario Ernährungsumstellung genannt:

 VERZICHT!

Ernährungsumstellung ist Sisyphusarbeit?

„Gar nichts mehr“ und „Verzicht“, was für eine Bürde! Automatisch fällt mir da das Bild von Sisyphus ein, der immer wieder einen schweren Stein einen Berg hochrollen musste und kaum war er oben angekommen, rollte der Stein wieder nach unten und er musste von vorne anfangen.

Geht es Ihnen auch so mit Ernährungsumstellungen?

Wie oft mussten Sie bereits neu anfangen?

Sind Sie es langsam müde, es immer wieder und wieder zu versuchen oder haben Sie bereits im Vorfeld Bedenken, es überhaupt zu probieren?

Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen sagen, dass dieses Gefühl erst einmal etwas ganz Normales ist. Auch Jammern und Klagen sind anfangs völlig normale Gefühle.

Wenn uns diese Gefühle aber dauerhaft bestimmen und die Führung übernehmen, ist eine Ernährungsumstellung gleich zum Scheitern verurteilt. Man fängt mit guten Vorsätzen an, ist eine Weile gut dabei, fängt dann manchmal an zu schwächeln und ist plötzlich und unerwartet wieder in seinem alten Verhalten. Wie kommt man also aus dieser negativen Programmierung heraus?

 

Für mich war eine schonungslose Selbstanalyse vor der eigentlichen Ernährungsumstellung die Lösung.

 

Folgende Fragen habe ich mir gestellt:

  • Wo stehe ich jetzt mit meiner Ernährung?
  • Wo will ich hin?
  • Was will ich mit meiner Ernährungsumstellung erreichen?
  • Was habe ich für Kenntnisse und Informationen über meine neue Ernährung?
  • Welche Informationen brauche ich noch?
  • Wo bekomme ich sie her?
  • Welche Dinge dürfen keinesfalls in meiner neuen Ernährung fehlen?
  • In welchem Rahmen (Zeit und Budget) kann ich es realistisch umsetzen?
  • Wie motiviere ich mich positiv?
  • Wie verhüte ich Rückfälle?

 

Mit der ehrlichen Beantwortung dieser Fragen stellen Sie sich ihrer Situation und entwickeln eine realistische Perspektive. Sie programmieren sich auf Erfolg und Spaß und nicht auf Verzicht und Misserfolg.

Erst danach kommt der Schritt der praktischen Umsetzung, die nun durchaus ein genussvolles Abenteuer werden kann.

 

Ihnen reichen diese Fragen nicht?

Ernährungsumstellung gemeinsam schaffen

Dann habe ich noch etwas für Sie! Ich habe Ihnen zur Vereinfachung dieser Selbstanalyse eine 6-tägige, kostenlose E-Mailserie vorbereitet.

Dort finden Sie alle wichtigen Fragen zur Selbstanalyse in noch detailreicherer und praxisnaher Checklistenform zum Sofortbearbeiten. Zudem gibt es kleine Motivationskarten zum Durchhalten.

Neue Newsletterleser bekommen diese E-Mailserie automatisch zugesandt und bleiben bei neuen Rezepten und Blogartikeln auf dem Laufenden. So wird Ihnen die Ernährungsumstellung nicht nur erleichtert, sondern sie wird genussvoll und bunt, nicht umsonst ist mein Motto: Bunt essen in allen Lebenslagen.

Weg von Verzicht und Gar-nichts-mehr-essen und hin zu neuen Entdeckungen und neuem Wohlgefühl!

Machen sie mit?

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