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AIP geeignete Kräuter

10 AIP Kräuter und Gewürze für Magen und Darm

AIP geeignete Kräuter

10 AIP Kräuter für Magen und Darm

Viele, die mit dem AIP (Autoimmunprotokoll Paleo) anfangen, sind entsetzt, dass es nicht mehr erlaubt ist, Pfeffer einzusetzen.

Auch andere Saatengewürze sind wärend der strikten Eliminationsphase tabu. Was man sich vorstellt, ist eine fade, langweilige Kost. Manche glauben, ohne Pfeffer keine schmackhafte Mahlzeit mehr kreieren zu können.

Dies ist keinesfalls der Fall. Zum einen ist die Zeit der strikten Elimination begrenzt. Zum anderen sind es gerade die kleinen und nur in geringen Mengen benötigten Gewürze, die sich zur frühen Wiedereinführung besonders eignen.

Bis dahin schlage ich vor, die Zeit zu nutzen und neue, andere Gewürze und Kombinationen auszuprobieren.

Ich stelle hier 10 besonders magen- und darmfreundliche Gewürze vor. Magen- und darmfreundlich, weil viele AIPler Beschwerden im Magen- und Darmbereich haben und da etwas Unterstützung gut gebrauchen können.

Ich schreibe hier über den Gebrauch als Gewürz in haushaltsüblichen Mengen, als Zusatz in rohen und gekochten Speisen, nicht als Medikament in höheren Dosen oder in isolierter Form. Allergien, Kreuzallergien und Unverträglichkeiten sind vorher individuell abzuklären. Insbesondere eine Salicylatintoleranz kann Probleme machen, Kräuter zu vertragen.

Kräuter und Gewürze enthalten viele gesundheitlich wirksame Stoffe in hoher Konzentration, von zellschützenden Flavonoiden und entzündungshemmenden Gerb- und Bitterstoffen bis zu ätherischen Ölen. Wir sollten die Vielfalt und die unterschiedlichen Konzentrationen nutzen und eher viele Kräuter und Gewürze verschieden kombinieren, anstatt nur bei einer Auswahl von zwei oder drei Kräutern und Gewürzen zu bleiben.

Topfkräuter

Kräutervielfalt in Töpfen

So können uns Kräuter und Gewürze in Speisen helfen:

  • Sie können die Gallentätigkeit anregen
  • Sie können die Lebertätigkeit anregen und die Entgiftung unterstützen
  • Sie können die Magensekretion stimulieren
  • Sie können den Appetit steigern
  • Sie können Blähungen reduzieren
  • Sie können entzündungshemmend wirken
  • Sie können die Sekretion der Verdauungssäfte anregen
  • Sie können bei der Fettverdauung helfen
  • Sie können antibakteriell wirken
  • Sie können krampflösend wirken
  • Sie können den Darm beruhigen
Magenfreundliche AIP Kräuter

Zitronenthymian, Rosmarin, Griechisches Buschbasilikum

10 AIP freundliche Kräuter und Gewürze, die Magen und Darm helfen

Basilikum:

schmeckt eigentlich nur frisch, gibt es mittlerweile in unzähligen Varianten vom normal grünblättrigen Basilikum über rotes Basilikum zum Griechischen Buschbasilikum, alles ist möglich. Basilikum werden appetitanregende, krampflösende und antimikrobielle Eigenschaften zugewiesen.

 

Thymian:

Kann gekocht und frisch gegessen werden und ist ebenfalls in einer Vielzahl von Variationen erhältlich. Er enthält starke ätherische Öle und sollte daher sparsam eingesetzt werden. Er wirkt appetitsteigernd und macht schwere Speisen besser verdaulich. Eignet sich gut für Fleischspeisen.

 

Rosmarin:

Rosmarin ist eines meiner Lieblingsgewürze, die harten Blätter eignen sich gut für gekochte Speisen, in Suppen und zu Fleischspeisen. Lammbraten ohne Rosmarin ist eigentlich nicht denkbar und die Zweige überleben sogar einen Besuch auf dem Grill.

Rosmarin soll die Gallenwege entkrampfen und den Magen beruhigen. Rosmarin werden auch blutdrucksteigernde Eigenschaften nachgesagt.

 

Oregano:

Kennt fast jeder als Pizzagewürz. Er eignet sich aber auch frisch oder getrocknet als Zugabe in Gemüse- und Fleischsuppen und verhilft der Nomatosoße (Rezept) zu einem italienischen Kick.

Auch ihn gibt es in vielen verschiedenen Varianten.  Besonders der getrocknete Oregano schmeckt pfeffrig scharf und kann den im AIP nicht erlaubten Pfeffer zum Teil ersetzen.

Er enthält ähnlich viele ätherische Öle wie die o.g. Gewürze und hat ähnliche Eigenschaften.

 

Majoran:

Passt zu den o.g. Gewürzen und zeichnet sich durch seinen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus. Er sollte vorsichtig dosiert werden.

Er ist geschmackgebender Teil vieler Leber- und Bratwürste und kann Menschen helfen, die sich vor Leber ekeln, sich damit anzufreunden. Bei mir gibt es Leber nur mit Majoran.

Majoran soll schwach magensaftanregend sein und vor Blähungen schützen.

 

Thymiansorte

Zitronenthymian

 

Kurkuma:

Über Kurkuma gibt es hunderte Berichte, die seinen Nutzen loben. Kurkuma ist der gelbe Bestandteil in der Gewürzmischung Curry und färbt alle Speisen knallgelb. Es ist nicht der scharfe Bestandteil des Currys, sondern schmeckt eher mild.

Pharmakologische Effekte schließen antimikrobielle, antivirale, krampflösende, gallenflussfördernde, antiinflammatorische und entgiftende Eigenschaften mit ein.

Alles in allem darf Kurkuma in einer antientzündlichen Ernährung nicht fehlen und darf aufgrund des milden Geschmackes ruhig großzügig verwendet werden.

 

Ingwer:

Wenn ich hier von Ingwer spreche, meine ich die frische Wurzel (es ist nicht wirklich die Wurzel, sondern ein Rhizom, aber wird meistens als Wurzel benannt), nicht gemahlenes Pulver.

Ingwer wird gegen Übelkeit eingesetzt, zudem soll er schmerzlindernd wirken und den Appetit anregen. Ihm werden ebenfalls antimikrobielle und antivirale Eigenschaften zugeschrieben.

Er schmeckt zitronig scharf und passt gut in Gerichte, denen auch Kurkuma und Knoblauch zugefügt wurden. Man kann ein Stück mitkochen und zum Schluss herausnehmen oder ihn feinst geschnitten mitkochen und mitessen.

 

Dill:

Das feine Dillkraut passt gut sowohl frisch, wie getrocknet, in Salatdressings. Mein Schnelldressing ist immer noch Olivenöl, Salz, ein Schuss Verjus (Alternativ Obstessig), Kokosmilch und getrockneter Dill.

Dill passt auch hervorragend zu Fischgerichten. Dabei darf der zarte Dill nicht zu lange mitgekocht werden, sondern wird eher zum Kochende hinzugefügt.

Dill hat einen sehr „eigenen“ Geschmack und lässt sich nicht gut mit anderen Gewürzen kombinieren.

Er wirkt krampflösend, blähungstreibend und regt die Magensaftproduktion an.

 

Bohnenkraut:

Bohnenkraut ist vielen dafür bekannt, dass es Blähungen nach Bohnengenuss verhindert. Bohnen sind nicht AIP, aber das Bohnenkraut kann auch deftige, fette Gerichte „entblähen“. Es regt die Sekretion der Verdauungssäfte an und kann eine Hilfe für diejenigen sein, die sich mit der Verdauung von Fleisch und Fett schwertun.

Bohnenkraut passt gut zu Rindfleisch und Lamm, aber auch zu Wild.

Bitte vorsichtig dosieren, Bohnenkraut hat einen intensiv pfeffrigen Geschmack und kann leicht überdosiert werden.

 

Lorbeerblätter:

Keine Suppe oder Brühe ohne ein bis zwei Lorbeerblätter! Am Ende nimmt man sie heraus und isst sie nicht mit.

Lorbeerblätter enthalten viele intensiv schmeckende ätherische Öle, die blähungstreibend und appetitanregend wirken.

 

AIP Kräuter

Magen- und darmfreundliche AIP Kräuter

Es gibt natürlich noch eine Vielzahl an anderen AIP geeigneten Kräutern und Gewürzen, aber diese 10 sind überall erhältlich und können damit einen Grundstock in der AIP Küche, und auch in jeder anderen Küche, bilden.

Bitte kaufen Sie immer Gewürze und Kräuter aus biologischem Anbau, Sie vermeiden so eine unnötige Pestizidbelastung.

Frische, geschnittene Kräuter sofort verbrauchen oder einfrieren.

Trockenkräuter immer gut verschlossen und dunkel lagern, damit die wertvollen Inhaltsstoffe sich nicht so schnell verflüchtigen.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

 

Quellen:

Dietrich Frohne, Heilpflanzenlexikon, 2006 Deutscher Apothekerverlag Stuttgart, 8.Auflage

Christine Pitzke, Dr.med. Norbert Kriegisch, Magen und Darm natürlich behandeln mit Heilkräutern, 1996 Südwest Verlag GmbH und Co.KG, München, 4.Auflage 2000

Teubner, Das große Buch der Kräuter und Gewürze, 2008 Teubner Verlag München, 2.Auflage 2015

Bildquellen: Anke Komorowski, Copyright 2018

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Rezeptfoto Wintereintopf

Wärmender Wintereintopf

Rezeptfoto Wintereintopf

Wärmender Wintereintopf – Lecker!

 

Es geht doch nichts über einen wärmenden Wintereintopf!

Der Februar ist lang und trübe, das Wetter grau, nasskalt oder eisig kalt? Grippe und Erkältungen greifen um sich?

Da hilft mir immer ein wärmender Wintereintopf!  Er gibt die verlorene Wärme zurück, ist schnell gemacht, schmeckt fast jedem und die vielen gesunden Zutaten helfen die Erkältungs-und Grippekeime in Schach zu halten. Was will man mehr?

Rote Zwiebeln für den Wintereintopf

Rote Zwiebeln enthalten viel Quercetin – ein Powerstoff für unsere Gesundheit

Porree im Wintereintopf

Die Schwefelverbindungen im Lauch sollen antioxidativ und antibakteriell wirken

Für den Wintereintopf kommen wunderbare Lagergemüse zum Einsatz. Sie enthalten auch im tiefsten Winter noch reichlich gesunde Schwefelverbindungen, wie der Porree oder Lauch, die roten Zwiebeln und der feine Wirsingkohl.

Wichtige Carotinoide liefern Möhre und rote Zwiebel. Knoblauch, Kurkuma, Majoran und Ingwer wirken antibakteriell und keimtötend, zudem neutralisiert der Ingwer den Knoblauchduft etwas.

Möhren und Petersilienwurzeln ersetzen Kartoffeln und so passt der Wintereintopf auch noch in die gemäßigte Low Carb Küche.

Es gibt also keinen Grund sich nicht hin und wieder mit einem wärmenden Wintereintopf zu versorgen und sich danach gemütlich mit einer Kuscheldecke auf das Sofa zu verkrümeln.

Möhren für den Wintereintopf

Möhren liefern uns Beta Carotin als Vorstufe für Vitamin A

Wirsingkohl

Wirsing – ein sanfter Kohl für den Wintereintopf

Dieser Wintereintopf ist:

  • AIP geeignet,
  • Paleo geeignet,
  • CleanEating passend,
  • Milchfrei,
  • Kaseinfrei,
  • Glutenfrei,
  • Bedingt Fruktoseintoleranz geeignet,
  • Geeignet bei Laktoseintoleranz,
  • Gemäßigt Low Carb
Knoblauchknollen für den Wintereintopf

Knoblauch soll keimtötend wirken – gut in der Erkältungszeit

Hier ist das Rezept für den wärmenden Wintereintopf:

Gemüse für den wärmenden Wintereintopf

Wising, Möhren, Lauch und Petersilienwurzeln, Hackfleisch und wärmende Gewürze kommen in den Wintereintopf

Wärmender Wintereintopf
Vorbereitungszeit
15 Min.
Zubereitungszeit
25 Min.
Arbeitszeit
40 Min.
 

Ein AIP geeigneter, wärmender Wintereintopf

Gericht: Hauptgericht
Portionen: 6
Autor: Anke Komorowski, ernaehrungsbausteine.de
Zutaten
  • 1 kleiner Wirsing
  • 2 Stangen Porree/Lauch
  • 2 mittelgroße Petersilienwurzeln, ersatzweise Pastinaken
  • 2 große rote Zwiebeln, ersatzweise weiße Zwiebeln
  • 300 g Möhren
  • 500 g Gehacktes vom Weiderind
  • 2 Knoblauchzehen
  • ca. 4 cm frischer Ingwer
  • 1/2 Teelöffel Majoran
  • 1 Teelöffel Kurkuma (gemahlen)
  • 2 EL Kokosöl, nativ
  • 3/4 l Kokosmilch mit Wasser oder Brühe gemischt
  • 1 Teelöffel Paprika Edelsüß, bei AIP weglassen
  • Salz nach Geschmack
Anleitungen
  1. Zwiebeln und Poree kleinschneiden und mit dem Hackfleisch in Kokosöl anbraten.

    Rote Zwiebeln für den Wintereintopf
  2. Restliches Gemüse, Ingwer und Knoblauch fein schneiden und hinzu fügen.

    Gemüse für den wärmenden Wintereintopf
  3. Kokosmilch/Wassergemisch mit Salz und den Gewürzen dazu geben.

    Alles 20 bis 30 Minuten köcheln lassen.

    Leckerer Wintereintopf
  4. Meine Hinweise zu Intoleranzen in diesem Rezept sind ohne Gewähr, denn jeder hat eine unterschiedliche Verträglichkeitsschwelle.

    Nehmen Sie bitte meine Hinweise als Anregungen und Ihren eigenen Körper als Richtschnur.

    Guten Appetit!

    Rezeptfoto Wintereintopf
Leckerer Wintereintopf

Wintereintopf in sonnigen Farben – durchwärmt und stärkt

 

Bildquellen: Anke Komorowski, Copyright 2018

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